2026

Hörgeräte hinter dem Ohr vs. im Ohr: Welcher Stil passt zu Ihnen?

Was „Hinter-dem-Ohr" (HdO) wirklich bedeutet

Ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät ist genau das, wonach es klingt: Das Gehäuse sitzt hinter Ihrem Ohr und ist über einen Schlauch oder einen dünnen Draht mit Ihrem Gehörgang verbunden. Im Gehäuse befinden sich der Verstärker, der Akku, das Mikrofon und die gesamte Verarbeitungselektronik. Der Schall gelangt durch den Schlauch entweder zu einem individuell angefertigten Ohrpassstück oder zu einem kleinen Schirmchen, das in Ihrem Gehörgang sitzt.

Der Vorteil dieser Bauweise ist Leistung. HdO-Geräte können größere Akkus und leistungsstärkere Verstärker aufnehmen, was sie zur ersten Wahl für alle Menschen mit schwerem oder hochgradigem Hörverlust macht. Sie sind außerdem robust, dank ihrer größeren Bauform leichter zu reinigen und zu pflegen und eignen sich gut für Kinder, deren Gehörgänge noch wachsen. Der größte Kompromiss: Sie sind die sichtbarste Hörgerätebauform, auch wenn moderne Modelle deutlich kompakter geworden sind als ihre Vorgänger.

Der moderne Hybrid: RIC (Receiver-in-Canal)

RIC-Hörgeräte sind 2026 die am schnellsten wachsende Kategorie – und das aus gutem Grund. Sie verbinden die Vorzüge von HdO und IdO, indem das Hauptgehäuse hinter dem Ohr sitzt (wie bei einem HdO-Gerät), während ein dünner, nahezu unsichtbarer Draht zu einem winzigen Lautsprecher (Receiver) führt, der direkt in Ihrem Gehörgang sitzt.

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